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Foto: Vielfalt am Gemüsemarkt
Foto: BMLFUW

Warum ist die biologische Vielfalt so wichtig?

Die Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Lebensräumen und die von ihr erzeugten Produkte oder Leistungen, sichern das Leben auf der Erde.


Einige Beispiele dazu:

  • Wälder produzieren Sauerstoff und filtern Emissionen
  • unsere Nahrungsmittelversorgung, die Landwirtschaft und auch die Industrie sind auf nachwachsende Rohstoffe angewiesen
  • im Boden lebende Mikroorganismen sorgen für die Fruchtbarkeit der Felder
  • sauberes Wasser wird durch Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen gewährleistet
  • die Pharmaindustrie nutzt die Wirkstoffe von Pflanzen, Tieren und Mikroben
  • die Kosmetikindustrie baut auf natürliche Rohstoffe wie Aloe Vera, Kamille etc
  • biologische Vielfalt bietet Schutz vor Naturkatastrophen, bewaldetet Hänge schützen vor Bodenerosion und Überschwemmungen
  • Komponenten, Prozesse und Strukturen der biologischen Vielfalt sind Vorbild für technische Innovationen

Es gibt nur Schätzungen, wie viele Arten es tatsächlich auf der Erde gibt, ebenso über ihre Beziehungen oder Wechselwirkungen untereinander oder den potentiellen Nutzen für die Menschen. Viele Ökosysteme (z.B. Weltmeere, Regenwälder) sind erst ansatzweise erforscht. Etwa 1,75 Millionen Arten von insgesamt geschätzten 5 bis 300 Millionen sind derzeit bekannt. Genaue Aussagen sind aber auch deshalb schwer zu treffen, da laufend neue Arten sich natürlich entwickeln und viele Arten auf natürliche Weise wieder verschwinden.

Wir können zwar von einem Reichtum der Erde an biologischer Vielfalt sprechen, müssen aber andererseits auch mit Betroffenheit zur Kenntnis nehmen, dass täglich etwa 70 bis 700 Arten verloren gehen.

28.05.2002, Lebensministerium II/4