Konrad-Lorenz-Preis 2002 geht an Jane Goodall und Erwin Kräutler
Umwelt- und Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer hat die englische Verhaltensforscherin Dr. Jane Goodall und den in Brasilien tätigen österreichischen Bischof DDDr. Erwin Kräutler am Abend des 11. März 2002 im Naurhistorischen Museum mit dem Konrad-Lorenz-Preis 2002 ausgezeichnet.
Jane Goodall hat sich weltweit einen Namen als Schimpansenforscherin in Tansania gemacht. Ihr bahnbrechenden Erkenntnisse über das Zusammenleben dieser Tiere hat auf wissenschaftlicher Ebene das Verhältnis zwischen dem Menschen und seinen nächsten Verwandten völlig neu definiert. Heute engagiert sich Goodall weltweit für die Erhaltung natürlicher Lebensräume, für bessere Lebensverhältnisse benachteiligter Menschen in Afrika und für die Steigerung des Umweltbewusstseins Jugendlicher.Die zweite Heimat des gebürtigen Vorarlbergers Erwin Kräutler liegt in Brasilien. Seit mehr als 30 Jahren gilt sein Einsatz den Lebensrechten und Lebensbedingungen der indianischen Urbevölkerung. Als Bischof der Diözese Xingu und als Präsident des Indianermissionsrates der brasilianischen Bischofskonferenz trat und tritt Kräutler gegen soziale Missstände, gegen Ausbeutung und für die Erhaltung des Regenwalds als Lebensraum für die indianische Urbevölkerung ein. Mehrmals wurde er für sein Engagement bedroht und verfolgt.
"Die beiden Preisträger vertreten auf mutige, hervorragende Weise die Prinzipien der Nachhaltigkeit. Sie stehen für die Symbiose von Lebensraum und Mensch, und sie sind das Gewissen, das uns mahnt, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen", sagte Molterer in seinen Gratulationsworten.
Der Konrad-Lorenz-Preis ist mit 21.800 Euro dotiert und geht je zur Hälfte an die beiden Preisträger.
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21.02.2005, Lebensministerium II/4


