Klimaschutz und Neubau
Im Neubaubereich wurden die energetischen Standards sukzessive weiterentwickelt. So ist es mittlerweile Stand der Technik geworden Neubauten ohne aktives Heizsystem zu errichten. Es handelt sich dabei um die sogenannten Passivhäuser mit einem Wärmebedarf von unter 15 kWh/m² und Jahr. Im Vergleich dazu braucht ein nach den derzeit gültigen Bauvorschriften errichteter Neubau noch um die 100 kWh/m² an Heizenergie. Ein durchschnittlicher Altbau gar zwischen 200 und 300 kWh/m² und Jahr.
Einige Bundesländer vergeben die Wohnbaufördermittel inzwischen in Abhängigkeit von den erreichten Energiekennzahlen. D.h. wer den Energieverbrauch weit über die Anforderungen der Bauordnung hinaus verringert, bekommt mehr Fördermittel. Durch eine geschickte Kombination von erniedrigter Sockelförderung samt attraktiven Aufschlägen für Niedrigenergiebauweise und den Einsatz erneuerbarer Energieträger (Biomasseheizungen, Solaranlagen etc.) ist es möglich:
- überdurchschnittliche Niedrigenergiebauweise zum "Neubau-Standard" zu machen,
- den Anteil der Biomasseheizungen bei Neubauten zu erhöhen
- und den Ausstattungsgrad der Neubauten mit Solaranlagen deutlich zu steigern.
Aus Sicht des Klimaschutzes ist es wünschenswert und notwendig, dass Förderung für Neubauten generell nur mehr in Abhängigkeit von Energiekennzahlen vergeben werden.
30.07.2001,

