Rasantes Verschwinden von Arten und Lebensräumen
Das Lebensministerium und der Umweltdachverband luden am 13. Jänner 2005 zur Veranstaltung "Vielfalt sichern - Die Zukunft der Biodiversität in Österreich und Europa" ein. In einer 10.Jahresbilanz zur Ratifizierung des Internationalen Übereinkommens über die biologische Vielfalt zog Umweltminister Josef Pröll eine differenzierte Bilanz.
Unsere Natur ist nicht unbegrenzt belastbar, das zeigt das rasant steigende Verschwinden von Arten und Lebensräumen. Die gegenwärtigen Verlustraten liegen ungefähr 1.000 bis 10.000 Mal höher als im Durchschnitt der Erdgeschichte! Weltweit ist heute jedes vierte Säugetier vom Aussterben bedroht. 90% der Weizen-, Mais- und Tomatensorten gingen verloren. In den letzten dreißig Jahren sind mehr als 20% der tropischen Wälder verschwunden.Mit dem „Ziel 2010“ will die internationale Staatengemeinschaft den globalen Verlust an biologischer Vielfalt entscheidend reduzieren. "In der Europäischen Union haben wir uns einen strengeren Maßstab gesetzt: Stopp des Verlustes der Vielfalt in Europa bis zum Jahr 2010!", betonte der Umweltminister in seinem Statement.
Für Österreich zog der Minister eine positive Bilanz: "Wir können heute zweifellos stolz sein auf zahlreiche Erfolge in der Erhaltung der natürlichen Vielfalt in Österreich.
Einige Beispiele dazu:
- 25% der österreichischen Staatsfläche stehen heute unter Schutz. Zu den am strengsten geschützten Gebieten gehören die Kernzonen unserer sechs Nationalparks. Die Fläche der Ramsar-Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung wurde in den letzten 10 Jahren verdoppelt und liegt derzeit bei rund 140.000 Ha.
- Durch das österreichische Agrarumweltprogramm ÖPUL wurden umfangreiche Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt gesetzt. Unser hoher Anteil an Biolandbau zeichnet Österreich als „Bio-Musterland“ in der Europäischen Union aus!
- Das neue Forstgesetz verpflichtet zur nachhaltigen Bewirtschaftung der österreichischen Wälder. Mit 47% der Staatsfläche haben die Wälder eine wichtige ökologische, aber auch ökonomische Bedeutung für unser Land.
- Durch gemeinsame Bemühungen mit NGOs, den Ländern und anderen Partnern, sowie auch in Zusammenarbeit mit unseren Nachbarländern, konnten bedrohte Arten gerettet bzw. zahlreiche Arten wieder angesiedelt werden: wie beispielsweise Bär, Seeadler, Bartgeier, Großtrappe, Urforelle.
Downloads
Information zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt (DOC 44,5 kB )
15.03.2005, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


