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Nachhaltige Energiewirtschaft ist der Motor einer nachhaltigen Wirtschaft

Ein Energiesystem muss zwei grundsätzliche Forderungen erfüllen, um dem Nachhaltigkeitsprinzip zu entspre­chen. Einerseits muß es auf langfristig verfügbare, also erneu­erbare Energieträger aufbauen, anderer­seits müssen die mit der Energieumwandlung verbundenen Massen­ströme möglichst gering sein und in natürlichen Kreisläufen fließen.

Mit der Nutzung der Sonnenenergie (direkt und indirekt - z.B. Biomasse) kann die für das menschliche Leben im weitesten Sinn notwendige Energie dauerhaft und nach­haltig zur Verfügung gestellt werden. Die jährlich auf die Erde einge­strahlte Sonnenenergie ist ca. 17.000 größer als der kom­merzi­elle Energieverbrauch der Menschheit. Auf Österreich werden jährlich 343.000 PJ eingestrahlt – etwa das 250-fache des österreichischen Bruttoinlandsverbrauches, der 2003 rund 1.398 PJ betragen hat. Durch eine entsprechende Modifizierung und Anpassung des Energiebereitstellungssystems ist somit langfri­stig eine Energieversorgung Österreich auf Basis erneuerbarer Energieträger möglich.
 
Die derzeitige Energieversorgung entspricht noch bei weitem nicht den Kriterien der Nachhaltigkeit, da sie zum überwiegenden Teil auf fossilen Energieträgern beruht und bei nicht rechtzeitigem Umstieg auf erneuerbare Energieträger zu einer dauerhaften Veränderung des Erdklimas mit allen Konsequenzen führen wird. In vielen Ländern wird außerdem auf die risikoreiche und dem Prinzip der Nachhaltigkeit widerstrebende Kernenergie zurückgegriffen. Dabei nimmt man für ein paar Jahrzehnte der Energiegewinnung die Belastung der Gesellschaft und Umwelt mit über Jahrtausenden radioaktiv strahlendem Müll in Kauf.
 Weiterführende Informationen zu Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger und der Klimaschutzinitiative klima:aktiv finden Sie auf den Themenseiten (links oben).

06.05.2005, Lebensministerium V/10