Biomasse-Aktionsplan
Mit dem Biomasseaktionsplan legt die Europäische Kommission ein koordiniertes Konzept in der Politik der erneuerbaren Energien vor. Im Biomasseaktionsplan wird dargelegt, wie die Nutzung von Biomasse-Energie aus Holz, Abfällen und Agrikulturpflanzen durch Schaffung wirtschaftlicher Anreize und durch die Beseitigung von Hindernissen, die der Entwicklung eines Marktes entgegenstehen, gefördert werden kann. Dadurch kann Europa seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern, die Emission von Treibhausgasen senken und die Wirtschaftstätigkeit in ländlichen Gebieten beleben.
Der Erdgasstreit zwischen Russland und der Ukraine hat die Notwendigkeit der Versorgungssicherheit im Energiebereich erneut deutlich gemacht. Konkret geht es um Maßnahmen gegen die Importabhängigkeit bei fossilen Energieträgern. Daher hat Bundesminister Josef Pröll den Biomasseaktionsplan beim EU-Landwirtschaftsministerrat am 23. und 24. Jänner 2006 in Brüssel auf die Tagesordnung gesetzt.Der Biomasseaktionsplan stellt einen ersten koordinierenden Schritt auf diesem Weg dar. Darin werden Maßnahmen zur Förderung der Biomassenutzuung zur Wärme- und Stromerzeugung sowie im Verkehr dargelegt und übergreifende Maßnahmen bezüglich der Biomasseversorgung und -forschung sowie finanzielle Aspekte beschrieben.
Die Erzeugung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen wurde in Österreich schon seit Jahren forciert, der Anteil - insbesondere bei fester Biomasse - ist daher überdurchschnittlich hoch. Auch bei der Beimischung zu Treibstoffen gehört Österreich mit Schweden zu den Vorreitern in der Europäischen Union.
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20.10.2008, Lebensministerium IV/3


