Sanierungsmaßnahmen für bestehende Gebäude:
Es gibt eine Reihe von Maßnahmen zur Verminderung der Radonkonzentration in Gebäuden. Vor jeder Sanierung sollten unbedingt Fachleute beigezogen und eine Radonmessung durchgeführt werden.
Die österreichische Strahlenschutzkommission empfiehlt die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen bei Überschreiten einer mittleren Radonkonzentration von 400 Bq/m³.Nach dem Modell des klassischen Strahlenschutzes steigt das Lungenkrebsrisiko gleichmäßig (linear) mit der Radonkonzentration ohne untere Schwelle. Es kann also durchaus angebracht sein – falls wirtschaftlich vertretbar – mittels einfachen Maßnahmen die Radonkonzentration auch dann zu senken, wenn sie unter dem Richtwert liegt.
Bei Radonsanierungen ist zu beachten:
Bevor Sie sanieren:
- Lassen Sie sich von Fachleuten beraten.
- Lassen Sie die Radonkonzentration messen.
- Nur qualitativ hochwertige Ausführungen sind Erfolg versprechend.
- Für keine Methode kann eine 100% Garantie gegeben werden, dass damit der Richtwert unterschritten wird.
- Lassen Sie den Erfolg der Sanierung mittels einer Radonmessung überprüfen.
- Warten und überprüfen Sie regelmäßig die Anlage (keine verstopften Rohre, funktionierende Ventilatoren usw.).
- Lassen Sie nach einigen Jahren den Erfolg der Sanierung mittels einer Radonmessung erneut überprüfen.
Sanierungsmethoden:
Die optimale Methode hängt von den spezifischen Gegebenheiten beim zu sanierenden Gebäude ab (siehe auch ÖNORM S 5280-3 „Radon – Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden“).
Grundsätzlich lassen sich die Sanierungsmaßnahmen in drei Gruppen unterteilen:
- Verminderung der Radonkonzentration in den Räumen durch Verdünnen (Stoßlüften, Querlüften, Klimaanlage)
- Verhindern des Eindringens von Radon aus dem Boden in das Gebäude (Abdichten der erdberührten Bauteile, Abdichten zwischen Keller- und Wohnbereich, Unterbodenabsaugung)
- Verminderung der Radonkonzentration im Boden (Unterbodenbelüftung, z.B. Belüftung eines Kriechkellers)
Kosten einer Radonsanierung:
Einfache Radonsanierungen sind bereits ab wenigen Hundert Euro möglich. Für eine fachgerechte Sanierung ist mit Gesamtkosten von ca. 1.000,-- bis 10.000,-- Euro zu rechnen.
Hinweis:
Das Land Öberösterreich fördert bautechnische Sanierungen bei Richtwertüberschreitungen.
07.08.2009, Lebensministerium V/7


