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Kühlgeräte – Recycling

Studie bringt neue Erkenntnisse zum Thema FCKW-freie Kohlenwasserstoff – Geräte.

Die im Auftrag des Lebensministeriums und der RAL-Gütegemeinschaft Rückproduktion von Kühlgeräten vom Wiener Institut FHA GmbH erstellte Studie liefert wertvolle Daten zur Verwertung von Kohlenwasserstoff (KW) – haltigen Altkühlgeräten. Außerdem enthält die Studie eine Aussage zur Entwicklung der Anteile der KW – Geräte im Laufe der nächsten Jahre.

Ungeachtet der seit einiger Zeit anhängigen Diskussionen um die Verwertung von FCKW- haltigen und so genannten FCKW – freien Altkühlgeräten hat die europäische Recycling-Wirtschaft in der Zwischenzeit eindeutige Fakten hinsichtlich des Standes der Technik geschaffen. Der Weg hin zu einer gemeinsamen Behandlung der verschiedenen Kühlgerätetypen in den bisher zur Behandlung und FCKW-Erfassung errichteten Anlagen ist in vielen Betrieben längst gängige Praxis. Die Sortierung von Altkühlgeräten in getrennte Chargen ist nur noch ein Thema bei Altanlagen, die auch ansonsten nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen.

Die Studie wurde in enger fachlicher Zusammenarbeit mit dem Institut für Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie der TU-Wien durchgeführt. Die Statistische Auswertung der Daten wurde dabei von Univ.-Prof. DI Dr. Klaus Felsenstein getätigt.

Primär war zu klären welche Menge der Kohlenwasserstoffe bei der Behandlung in Anlagen nach dem Stand der Technik rück zu gewinnen und zu entsorgen sind. Darüber hinaus sollte durch den Vergleich von Batchbetrieb (getrennte Behandlung von KW- und FCKW-Geräten zwar in der selben Anlage aber hintereinander zeitlich getrennt) und Mischbetrieb beurteilt werden, ob sich die Rückgewinnungsrate an FCKW und KW im Mischbetrieb besser, schlechter oder gleich bleibend im Vergleich zum Batchbetrieb verhält.

Konnten bisher nur bezüglich der in verschiedenen Geräte-Typen enthaltenen FCKW-Mengen statistisch beleg- und belastbare Aussagen gemacht werden, stellt die Studie nun entsprechende Kohlenwasserstoff-Werte als Pendant zur Verfügung.

In den Versuchen im Batchbetrieb konnten durchschnittlich pro Gerät 130 Gramm KW bei Typ1 – Geräten, 230 Gramm KW bei Typ2 – Geräten und 340 Gramm KW bei den Typ3-Geräten rückgewonnen werden.

Die Werte können als statistisch stabil bezeichnet werden. Interessant, aber auch bedenkenswert ist die Tatsache, dass in den rückgewonnenen Kohlenwasserstoffen außer Cyclo-Pentan noch ca. 20 % andere flüchtige organische Verbindungen gefunden worden sind. Herausragend war dabei der Anteil an FCKW R141b.

In allen drei Versuchen wurden die so kalkulierten Mindestwerte für den Mischbetrieb eindeutig übertroffen. Befürchtungen, dass die KW-Abscheidung, die FCKW – Rückgewinnung beeinflussen können, sind damit eindeutig wiederlegt.


Fehlsortierung bei der Auftrennung in KW- und FCKW-Geräte
Gewissermaßen als „Beiprodukt“ lieferte die Studie den Beweis, dass selbst dann wenn qualifizierte Facharbeiter mit der Aufgabe betraut sind, KW-Geräte von FCKW-Geräten zu trennen, ein offensichtlich unvermeidbarer Sortierfehler von ca. 1,6 % resultiert. Damit sind die in einer Studie des Öko-Instituts in 2007 angenommenen Fehlsortierungen von mindestens 1 % in der Praxis bestätigt worden.

Entwicklung des Anteils an KW – Gerätestrom in den nächsten Jahren

Ein weiterer wichtiger Part der Studie war die wissenschaftliche Berechnung der zukünftigen Entwicklung der Geräte-Anteile. Lagen bisher nur mehr oder minder abgesicherte Abschätzungen vor, konnten nun aufgrund der Arbeit der FHA und ihrer Partner bei der TU-Wien (Institut für Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie) eindeutige Daten generiert werden.
werden.

Klar ersichtlich wird dabei, dass die Notwendigkeit der Bereitstellung von Anlagen zur FCKW – Rückgewinnung noch weit bis über das 2020 hinreichen wird. Der Zeitpunkt, an dem etwa 50 % FCKW und 50 % KW- Geräte auf dem Recycling-Markt erscheinen, wird demzufolge etwa um das Jahr 2014 eintreten.

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16.09.2008, Lebensministerium VI/6