Bedeutung von Feuchtgebieten
“Ohne Wasser gäbe es kein Leben. Wasser ist ein kostbares, für den Menschen unentbehrliches Gut.” (Wasser-Charta des Europarates, 1968).
Feuchtgebiete sind ein wichtiger Teil im globalen Wasserkreislauf. Sie zeichnen sich durch ihre hohe ökologische Bedeutung aus und beherbergen eine Vielzahl an Lebensgemeinschaften. Zudem erfüllen diese komplexen und dynamischen Lebensräume viele wichtige Funktionen, die dem Menschen in vielfacher Weise zugute kommen:
Feuchtgebiete sind Trinkwasserreservoirs, tragen zur Erhaltung des Grundwassers und zur Verbesserung der Wasserqualität bei, speichern Niederschläge, sind Voraussetzung für die Fischerei und die Produktion wichtiger Nahrungsmittel, wie beispielsweise Reis, bereichern das Landschaftsbild und dienen vielfach als Erholungsräume.
Besondere Bedeutung kommt Feuchtgebieten bei Überschwemmungen, Naturphänomenen und Katastrophen zu. Eine auf der neunten Konferenz der Vertragsparteien (COP9) 2005 in Kampala (Uganda) verabschiedete Resolution fordert die Vertragsstaaten u.a. auf, ihre Ramsar-Gebiete sowie andere Feuchtgebiete und benachbarte Biotope zu erhalten sowie zu renaturieren, um deren Schutzfunktion bei Naturkatastrophen (Tsunamis, Hurrikans etc. ) zu erhalten bzw. wiederherzustellen.
Die Liste über die Funktionen der Feuchtgebiet ließe sich noch weiter fortsetzen. Mit der Erhaltung von Feuchtgebieten kann auch das Schutzgut “Wasser”, dem weltweit zunehmend mehr Bedeutung beigemessen wird, bewahrt werden.Grundlage für die ökologische Funktionsfähigkeit von Feuchtgebieten ist ein intakter Wasserhaushalt.
Die Erhaltung von Feuchtgebieten steht somit in engem Zusammenhang mit der wasserwirtschaftlichen Nutzung. Sollen die ökologischen Werte und die wichtigsten Funktionen von Feuchtgebieten in ausreichendem Maß gesichert werden, müssen entsprechende Wassermengen zu Verfügung stehen.
03.05.2007, Lebensministerium II/4
