Was sind Feuchtgebiete?

Feuchtgebiete liegen im Übergangsbereich zwischen permanent feuchten und ständig trockenen Lebensräumen. Je nach Entstehungsgeschichte, geographischer Lage, Wasserhaushalt und -chemie, Boden- oder Sedimentbeschaffenheit und Pflanzenarten weisen Feuchtgebiete vielfältige Erscheinungsformen auf.
Es können bei den Feuchtgebieten fünf Hauptgruppen unterschieden werden:- Marine Systeme: küstennahe Feuchtgebiete, einschließlich Felsküsten und Korallenriffs
- Ästuarsysteme (einschließlich Deltas): im Gezeitenbereich liegende Marschen und Mangrovensümpfe
- Seensysteme: Seen zugehörgie Feuchtgebiete
- Flusssysteme: Flüsse und Bäche sowie zugehörige Feuchtgebiete
- Marschensysteme (d.h. “sumpfig”): Moore, Sümpfe und Marsche
Die Definition der Ramsar-Konvention lautet:
“Feuchtgebiete sind Feuchtwiesen, Moor- und Sumpfgebiete oder Gewässer, die natürlich oder künstlich, dauernd oder zeitweilig, stehend oder fließend, Süß- oder Brack- oder Salzwasser sind, einschließlich solcher Meeresgebiete, die eine Tiefe von sechs Metern bei Niedrigwasser nicht übersteigen”.
Definition und Feuchtgebietstypen siehe auch unter: http://www.ramsar.org/ris/key_ris_types.htm
03.05.2007, Lebensministerium II/4
